VPN war gestern, heute gibt‘s Secure Browsing

11. Dezember 2017
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Lange Zeit waren VPN-Lösungen mangels Alternativen ein notwendiges Übel. Sie bieten bis heute noch in vielen Unternehmen die nötige Sicherheit beim externen Zugriff auf Unternehmensdaten und -applikationen. Jetzt aber wird mit Secure Browsing das Ende der VPN-Ära eingeläutet und damit ein Kosten- und Komplexitätstreiber durch eine nicht weniger sichere, aber deutlich einfachere und kostengünstigere Lösung abgelöst.

VPN-Lösungen sind sicher. Sie sind aber auch aufwändig und teuer. Für ihren Betrieb muss die IT Infrastruktur bereitstellen und betreiben. Für die initiale Einführung muss Budget berücksichtigt werden, genauso wie für die kontinuierliche Wartung der VPN-Infrastruktur und -Clients. Sicherheitsupdates müssen kontinuierlich durchgeführt und die komplexe Gerätelandschaft beherrscht werden. VPN-as-a-Service Lösungen erzeugen zwar intern weniger Aufwand, dafür aber relevante Kosten. Der Schutz von Unternehmensdaten und -anwendungen aber ist zwingend notwendig. Deswegen führte in der Vergangenheit kein Weg an VPN vorbei.

Secure Container – nur die halbe Miete

Alternativ zu VPN werden vor allem im mobilen Bereich oft Secure Container eingesetzt. Auch hier ist der Aufwand hoch. Die IT muss die entsprechende Applikation am Gerät installieren, Sicherheitsupdates ausrollen und warten. Die in diesen Lösungen eingesetzten Browser sind zudem häufig in ihrer Funktion eingeschränkt. Nicht zuletzt sind Secure Container aus Usability-Sicht alles andere als ideal. Die am Gerät installierte Applikation öffnet einen sicheren Tunnel zum Unternehmen. Dieser Tunnel aber muss manuell gestartet werden. Das heißt, der Anwender muss seine Login-Daten parat haben und eingeben. Mit einer Workspace Management Lösung kann die IT zwar Hilfestellung leisten und den Nutzungskomfort für die Anwender erhöhen. Das gilt uneingeschränkt aber nur für Geräte im Eigentum des Unternehmens. Erlaubt ein Unternehmen seinen Mitarbeitern aber, private Geräte für die Arbeit einzusetzen, können diese in der Regel nicht zentral von der Unternehmens-IT verwaltet werden. Die Mitarbeiter erwarten, mit ihrem Gerät Zugriff auf Unternehmensdaten und -anwendungen zu erhalten, möchten aber keinen Eingriff und keine Einsicht des Unternehmens auf ihre privaten Daten am Gerät. Theoretisch könnten Mitarbeiter einen VPN-Client auf ihrem Endgerät installieren – dazu aber ist ein Mindestmaß an technischem Know-how notwendig, das den wenigsten Mitarbeitern abverlangt werden kann.

Secure Browsing – die echte Alternative

Secure Browsing dagegen macht VPN als auch Sonderlösungen überflüssig. Mit Secure Browsing können Mitarbeiter direkt aus ihrem Standardbrowser heraus, über eine sichere Verbindung, auf Daten und Anwendungen des Unternehmens zugreifen. Secure Browsing funktioniert mit jedem Gerät – egal, ob es sich um ein Unternehmensgerät oder ein privates handelt. Für die Anwender ist Secure Browsing einfach und smart – sie nutzen den Browser sozusagen als Betriebssystem und können sich auf die Sicherheit verlassen, ohne sich mit der dahinterliegenden Technologie beschäftigen zu müssen. Die IT wiederum profitiert von einer Vereinfachung. Sie muss die Lösung nur einmal zentral aufsetzen, hat aber keinen Wartungsaufwand. Die bestehende Infrastruktur reicht aus, Investitionen in neue Komponenten sind nicht notwendig. Dennoch hat die IT die volle Kontrolle, bei geringeren Kosten. Und wenn, wie bei MyWorkspace von Matrix42, Adaptive Access und eine Multifaktor-Authentifizierung dabei sind, kann der Zugriff auf die sensiblen Unternehmensdaten kontextuell gesteuert werden. Beispiel: Sitzt ein Anwender an einem Rechner in einem Internetcafe, könnte der Zugriff auf besonders schützenswerte Daten nur erlaubt sein, wenn ein weiterer Faktor vom Anwender bei der Authentifizierung eingegeben wird.

Die Zeit der Alternativlosigkeit ist vorbei: VPN muss nicht mehr sein.

 

Über den Autor:

Markus Schäfer, Product Manager Cloud & Mobile

Als Product Manager Cloud & Mobile ist Markus Schäfer bei Matrix42 für die Produkte MyWorkspace und Mobile Apps verantwortlich. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Produktentwicklung von SaaS-Applikationen und mobilen Lösungen. Vor Matrix42 war Markus Schäfer bei der Deutschen Telekom verantwortlich für Enabling Services und Mobile Anwendungen im Bereich Communication.

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