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Post und Swisscom arbeiten am Internet der Dinge

23. März 2017
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Die Schweizerische Post und Swisscom arbeiten für das Internet der Dinge ab sofort zusammen. Swisscom betreibt das sogenannte Low Power Network für beide und kann nun dank der zusätzlichen Standorte der Post das Netz rasch verdichten. Die Vernetzung von Dingen bekommt mit der Partnerschaft eine weitere Dynamik – davon profitieren Unternehmen und Private in der ganzen Schweiz.

Mit einem Tastendruck wird eine Sendung zur Abholung angemeldet, sensible Pakete schlagen bei einer Temperaturüberschreitung Alarm oder es wird nachvollziehbar, wo eine Sendung unerlaubterweise geöffnet wurde. Solche Informationen in Echtzeit helfen der Schweizerischen Post ihre Dienstleistungen laufend zu verbessern, zu beschleunigen und abzusichern. Mit dem Low Power Network (LPN) sind die entsprechenden Informationen bereits heute stromnetzunabhängig und kostengünstig übertragbar. Swisscom hat ein solches Netz schweizweit aufgebaut. Die Post bringt zusätzliche Standorte für Empfangsstationen und ihre Erfahrung aus der Nutzung ihres eigenen Pilotnetzes mit in die neue Partnerschaft ein. Beide Firmen stärken durch die Zusammenarbeit ihre Position beim Aufbau und der Realisierung des Internets der Dinge.

Ein Knopfdruck mit grosser Wirkung
Die digitale Vernetzung von Dingen bietet unzählige Möglichkeiten. Die Post hat einen drahtlosen Smart Button entwickelt und getestet, um in einem Spital per Knopfdruck Produkte nachzubestellen, die im Medizinalschrank zur Neige gehen. Weiter hat die Post an ihrem Hauptsitz in Bern im Gebäude für das Facility Management Smart Buttons platziert. Mit einem Knopfdruck benachrichtigen Mitarbeitende das Facility Management, wenn etwas gereinigt werden muss oder beispielsweise eine Kaffeemaschine defekt ist. Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post, betont denn auch: „Dank der Partnerschaft können wir uns auf die Entwicklung von konkreten Anwendungsfällen konzentrieren und flexiblere und intelligentere Dienstleistungen ausbauen, die auf der Vernetzung von Dingen basieren. Dafür sind eine gute Abdeckung und Netzqualität zentral.“

Ein Netz für alle
Die beiden Partner setzen auf ein gemeinsames Netz, auf welchem sie gemeinsam Anwendungen entwickeln wollen und das auch Dritten offensteht. Christian Petit, Leiter Swisscom Enterprise Customers, verspricht sich von der Partnerschaft noch mehr Dynamik in der Digitalisierung: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Post. Von der Partnerschaft profitiert auch die Schweizer Wirtschaft – und sie kann bereits heute das Netz für neue Anwendungen nutzen. Erste kommerzielle Anwendungen wie Parkplätze, Zustands-, Kundenfeedbackmessungen und Umweltdatenerfassungen sind inzwischen in Betrieb.“

Swisscom hat als eine der ersten Anbieterinnen weltweit einen nationalen Ausbau realisiert: Das schweizweite Low Power Network ist seit Herbst 2016 in Betrieb. Die Partnerschaft mit der Post beschleunigt den weiteren Netzausbau. Ende 2017 werden 90 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz mit LPN versorgt sein. Swisscom ist offen für weitere Partnerschaften.


Das Low Power Network
Das Low Power Network ist ein ergänzendes Netz, das für das Internet der Dinge genutzt wird. Es bietet eine schmale Bandbreite mit hoher Reichweite und übermittelt Daten sehr energiesparend. Damit senkt es die Vernetzungskosten. Je nach Anwendung können die batteriebetrieben Sender jahrelang unabhängig vom Stromnetz Informationen übermitteln. LPN basiert auf dem offenen LoRaWAN-Industriestandard. Swisscom gehört seit Januar 2015 der LoRa Alliance an, die Post seit Juni 2016 (www.lora-alliance.org). Die Allianz umfasst weltweit über 400 Mitglieder. Swisscom hat als eine der ersten Anbieterinnen einen nationalen Ausbau angekündigt und realisiert. Die Post testet seit März 2016 ein eigenes Netz auf der Achse Bern-Biel und hat erfolgreich mehrere Use Cases realisiert.

 

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