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Online-Shopping statt Kaffeepause

25. Juli 2017
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Statt ihre Pausen mit Kollegen im Kaffeeraum, mit Social Media oder bei einer Zigarette zu verbringen, nutzen immer mehr Arbeitnehmer ihre freie Zeit fürs Stöbern und Shoppen im Internet. Das zeigen Daten des grössten Schweizer Onlinehändlers Digitec Galaxus. Der Desktop ist nach wie vor das häufigste technische Hilfsmittel, doch Mobile-Shopping liegt im Trend.

Galaxus und digitec haben das Online-Einkaufsverhalten ihrer Kunden unter die Lupe genommen. Die Analyse über den Zeitraum von Mitte Juli 2016 bis Mitte Juli 2017 zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung vor allem während der Arbeitszeit online einkauft: In den Stunden von 9 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr werden verhältnismässig deutlich mehr Bestellungen getätigt als ausserhalb der üblichen Arbeitszeiten. Am beliebtesten ist Onlineshopping in der Stunde von 11 bis 12 Uhr und von 16 bis 17 Uhr, also kurz vor der Mittagspause und kurz vor Feierabend.

Die Analyse offenbart auch, dass die Einwohner der Schweiz an Arbeitstagen weitaus häufiger im Internet einkaufen als am Wochenende. Besonders populär ist Online-Shopping hierzulande am Montag: An diesem Tag finden übers Jahr gesehen fast 18 Prozent der Einkäufe statt. Am Samstag dagegen tätigen die Kunden von digitec und Galaxus weniger als 10 Prozent der wöchentlichen Online-Einkäufe. Ein Anteil von 14 Prozent entspräche dem Durchschnitt, wenn die Schweizer an jedem Wochentag gleich viel im Internet shoppen würden.

Vertrödeln die Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit?

Wer die Auswertung zum Online-Shopping-Verhalten sieht, wird sich fragen, ob die Schweizer Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit mit Einkäufen im Internet vertrödeln – sprich ob das Online-Shopping der Angestellten auf Kosten der Arbeitgeber geht. Dies können wir zwar nicht ausschliessen. Wir gehen aber davon aus, dass die allermeisten Arbeitnehmer die Zeit, die sie mit dem Stöbern und Einkaufen im Internet verbringen, korrekt als Pausen verbuchen. Statt für Kaffee, Zigaretten, Social Media, Ferienplanung oder Klatsch und Tratsch nutzen die Schweizer ihre Pausen heutzutage einfach häufig fürs Shopping.

 Verschiebung hin zum Mobile-Shopping

Seit Jahren stellen wir auch eine Bewegung hin vom Online-Shopping via Notebook oder Desktop zum Mobile-Shopping mittels Smartphone fest. Mittlerweile wird bei digitec.ch und galaxus.ch jede fünfte Bestellung via Smartphone ausgelöst.

Was die Wahl des Geräts anbelangt, mit dem die Online-Shopper ihren Einkauf erledigen, sind die Schweizer allerdings pragmatisch: Während der typischen Arbeitszeit finden um die 80 Prozent der Einkäufe via Notebook oder Desktop statt. Klar, steht doch vielen Schweizer Arbeitnehmern während der Arbeit ein Computer oder Mac zur Verfügung.

Nach der Arbeit wechseln dagegen immer mehr Kunden von digitec und Galaxus für ihre Bestellung aufs Smartphone oder aufs Tablet. Das Smartphone als Shopping-Gerät ist besonders nachts und frühmorgens beliebt – also mutmasslich für Bestellungen aus dem Bett und auf dem Arbeitsweg. Zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens shoppen vier von zehn digitec- und Galaxus-Kunden mit dem Smartphone.

Der Computer bzw. Mac ist mit 73% unbestritten das am häufigsten gewählte technische Hilfsmittel fürs Online-Shopping. Der Blick auf die Bestellungen je nach Altersgruppe zeigt aber, dass unter den Jungen das Mobile-Shopping stark im Kommen ist. Online-Shopping mit dem Tablet ist heute dagegen nur für die Generationen ab 35 Jahren relevant.

Unterschiede zeigen sich übrigens auch bei den Geschlechtern: Frauen shoppen häufiger mit dem Smartphone als Männer. Ausserdem erledigen Frauen ihre Online-Einkäufe im Verhältnis etwas häufiger nach der Arbeit als Männer.

«Early Adopter» zeigen den Weg

Der Trend hin zum Mobile-Shopping wird sich aller Voraussicht nach weiter intensivieren. Dafür sprechen besonders drei Faktoren: Erstens shoppen die jüngeren Generationen schon jetzt weitaus häufiger mit dem Smartphone als die älteren. Sie sind die «early Adopter» dieses Trends. Zweitens erleichtern Shopping-Apps mehr und mehr den Einkauf via Smartphone. Und drittens machen grössere Handy-Bildschirme den Einkauf angenehmer.

Mobile-Shopping hat also Zukunft – doch ist es die Zukunft? Nicht unbedingt, denn angesichts der sich rasant ändernden Technologie ist es unmöglich, das Einkaufsverhalten von übermorgen vorauszusagen. Gut möglich, dass z.B. Virtual-Shopping mit VR-Brillen der nächste grosse Trend wird.

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