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Das Personal-Puzzle

8. November 2017
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Für jeden Mitarbeiter die richtige Rolle

Jeder Jeck ist anders – dieser Spruch trifft auch auf die Unternehmenswelt zu. Das besondere Kapital der Betriebe: die eigenen Mitarbeiter. Durch die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten, die in Teams zusammenkommen, verbessert sich die Qualität der Arbeit. Zusätzlich verringern sie das Risiko, Fehler zu machen. Die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen gilt es möglichst effizient einzusetzen, um so Lösungen und Produkte zu erstellen. Ein gut funktionierendes Team sorgt hierbei für große Vorteile. Führungskräfte sind also dazu angehalten, bei der Zusammensetzung der Teams auf verschiedene Verhaltenstypen der einzelnen Mitarbeiter zu achten und diese so zu kombinieren, dass ihre Fähigkeiten sich ergänzen.

Verhaltenstypen einteilen

Die Basis für eine Teamzusammenstellung nach Verhaltenstypen bildet die Zuordnung der einzelnen Individuen sowie der eigenen Person zu bestimmten Merkmalen, um sich und andere so besser einzuschätzen. Hierfür stehen die vier verschiedenen Verhaltensmuster „dominant“, „initiativ“, „stetig“ und „gewissenhaft“ zur Verfügung. Diese Spezifikation geht auf das Vier-Quadranten-Modell nach Dr. William M. Marston[1] zurück. Für eine bessere Unterscheidung wurde jedem Verhaltensmuster eine Farbe zugewiesen: Dabei steht die Farbe Rot für „dominant“, Gelb für „initiativ“, „stetig“ ist Grün zugeordnet und „gewissenhaft“ Blau. Die Kategorisierung schärft das Verständnis für bestimmtes Verhalten gegenüber anderen Personen sowie sich selbst. Im Vordergrund steht die effektive Gestaltung der Teams, sodass die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert.

 Jeder Mensch ist anders

Alle vier Verhaltensmuster verfügen über bestimmte Merkmale, die für ihre Kategorisierung zielführend sind. Die Rot zugeordnete, dominante Person gilt als beherrschend, zielgerichtet, sachorientiert und risikofreudig. Der eigene Instinkt verleitet sie eher dazu, selbstständig zu arbeiten und gegenüber ihren Mitmenschen und Teamkameraden Misstrauen zu hegen. Der gelb kategorisierte Typ hingegen begeistert durch seine aufgeschlossene, optimistische und kontaktfreudige Art, reißt die Kollegen mit und motiviert. Beständigkeit, anfängliche Zurückhaltung sowie Zuverlässigkeit charakterisieren den grünen Typ „stetig“. Personen dieses Typs sind außerdem gewohnheitsliebend, einfühlsam und sicherheitsbedürftig. Nach außen strahlt dieser Verhaltenstyp Gelassenheit aus und lässt sich nicht schnell aus der Ruhe bringen. An diese Kategorie grenzt Blau beziehungsweise „gewissenhaft“ an. Personen dieses Verhaltenstyps hinterfragen und beobachten alles kritisch und stellen hohe Ansprüche an sich selbst. Dabei arbeitet er oder sie meist analytisch und detailorientiert.

Die Mischung machts!

Oftmals lässt sich allerdings eine genaue Zuordnung zu einer einzigen Kategorie nur schwerlich realisieren. Vielmehr spielen zwei, manchmal sogar drei Verhaltenstypen eine Rolle. Um diese Mischtypen besser einzuschätzen, greift die Managementebene ein und ordnet den Mitarbeitern Farbpunkte zu. Das Prinzip: Je häufiger eine Farbe auf einen Mitarbeiter passt, desto eher gehört er diesem Farbtyp an. Die Funktionsweise der Typisierung ist dabei einfach zu erlernen und leicht in der Anwendung. Die Erkenntnisse ergeben sich unter anderem aus Beobachtungen in verschiedenen Arbeitssituationen sowie der Körpersprache und dem Tonfall. Wie verhalten sich die Mitarbeiter? Wie gehen sie miteinander um? Gibt es Muster?

Sind die Mitarbeiter kategorisiert, steht einer effizienten Zusammensetzung der Teams nichts im Wege. Durch eine positive Atmosphäre und die Zuteilung verschiedener, sich ergänzender Verhaltenstypen ergeben sich entsprechende Aufgaben, die zum jeweiligen Mitarbeiter passen. In Teams fördern und fordern die zum Teil gegensätzlichen Denkweisen die unterschiedlichen Blickwinkel im Unternehmen, sodass einerseits ein Thema von mehreren unterschiedlichen Seiten beleuchtet und andererseits innovativen Ideen Vorschub geleistet wird. Auch wenn Entscheidungen in Projekten und im Tagesgeschäft mehr Zeit in Anspruch nehmen, sind die Endergebnisse durchdachter, qualitativ hochwertiger und weisen weniger Fehler auf.

 

Autorin

Dr. Consuela Utsch

Dr. Consuela Utsch ist Geschäftsführerin und Gründerin der Acuroc GmbH und der AQRO GmbH. Als Spezialistin berät sie seit über 20 Jahren mittelständische Unternehmen und die Großindustrie bei der Implementierung von Betriebs- und Projektmanagementprozessen sowie in allen Themenbereichen der IT-Governance. Auf ihre Methode AQRO besitzt Dr. Utsch ein weltweites Patent und ist Autorin des Fachbuches „AQRO Stressfreies und effizientes Human Resource Management“.

Weitere Informationen über die Acuroc GmbH und über die AQRO GmbH unter www.acuroc.de und www.aqro.eu

[1] Vier-Quadranten-Modell nach Dr. William M. Marston, 1929, in: „Emotions of Normal People“

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